Wer bin ich?

Identität und Trauma.

Vortrag vom 21.Oktober 2016 von Prof. Dr. Franz Ruppert.
 
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Wer bin ich?
60 Min Vortrag von Prof. Franz Ruppert. Oktober 2016
 
Wer bin ICH? Bin ich ICH? Kann ich ICH sein?
 
Dieser Vortrag steht unter dem Thema: Trauma und Identität. Was macht Trauma mit unserer Identität? Und wo ist dann unser ICH?
Zunächst mal: Wie schnell ist Trauma geschehen. Und keiner hat es gemerkt und nie wieder wird es benannt. Zum Beispiel: Wenn eine Frau schwanger wird, das Kind nicht haben will und dann doch zur Welt bringt, kann das bereits Grundlage für ein intensiv wirkendes Trauma im späteren Leben dieses noch Ungeborenen gewesen sein. Und natürlich sind Ungeliebtheit, Ablehnung, Unterdrückung, Gewalt, vor allem über längere Zeit, fast immer die Basis für ausgeprägte Traumastrukturen und ihre Folgen. Und die Folgen sind unter anderen: Ich kann nicht ICH sein.
 
Um klarer zu werden über die Frage “Wer bin ich?“ stellt Ruppert die Entwicklung vom ICH und vom ICH-Bewusstsein dar. Genauso betrachtet er das Ich und die Symbiosebedürfnisse der allerersten Tage und Jahre des Kindes und die Autonomiebedürfnisse des größer werdenden Kindes.
Der Unterschied zwischen Identität, Identifikation und den Zuschreibungen wird verdeutlicht.
Eine Identität habe ich, so oder so, wissend oder unwissend. Identität ist die Summe all meiner bewussten und unbewussten Lebenserfahrungen. Wenn ich etwas davon verleugne, bin ich nicht mehr ICH.
Identifikationen werden mir angeschafft, ich übernehme sie oder ich bilde mir selbst welche. Zum Beispiel mit einem Fussballverein oder mit anderen, meist berühmten Personen usw. Und Zuschreibungen, das sind ganz heftige Dinge. Da sagt jemand im Umkreis des Kindes immer zu dem Kind: Du schaffst das sowieso nicht. Oder: Du wirst auch mal so ein Schlaffi wie Dein Vater, Deine Mutter. So etwas gilt es erst mal zu erkennen und dann die Wirksamkeiten zu verändern. Ein wichtiger und vielleicht langer Weg.
Und schließlich natürlich Identität und Trauma. Wenn wir heutzutage Traumatisierungen erkennen, ist es meistens “recht spät“. Immer wieder geschehen Dinge, die uns schon lange nerven und die nun vielleicht richtig ins Abseits führen. Wir sind gefangen in Überlebensstrategien, die mal funktioniert haben und nun schön langsam nicht mehr funktionieren. Und dann schauen wir endlich mal hin und dann ist es schwer zu glauben, was sich zeigt.
Und der Umgang damit ist dann die Herausforderung an uns. Dazu stellt uns Ruppert zum Ende des Vortrags seine neue Identitätsorientierte Psychotraumatherapie, kurz IoPT, vor. Ein Weg, zu seinem ICH zu finden. Ganz ICH zu sein. Für manche ein langer Weg, für alle, die ihn anfangen zu gehen, ein wichtiger und befreiender Weg.
 
Was kennzeichnet eine gesunde Identität?
Hier zum Selbst testen ein paar Fragen zum Nachspüren:
Habe ich ein eigenständiges Ich?
Habe ich einen eigenen Willen?
Lebe ich mit allen Sinnen?
Lebe ich mit all meinen Gefühlen?
Bin ich mit meinem Körper verbunden, spüre ich ihn gut?
Kann ich eigene Gedanken und Worte haben und leben?
Lebe ich in konstruktiven Beziehungen?
 
Wenn du bei einer oder mehreren dieser Aussagen für dich selbst feststellst, das hast du nicht oder das kannst du nicht oder das spürst du nicht oder das darfst du nicht, dann sollte das Anlass sein, mal in diesen Vortrag hinein zu hören oder zu schauen…, könnte sein, dass du wichtige Hinweise bekommst, ja vielleicht Erkenntnisse machst, die dich weiter bringen.
 
Alles Gute. Und schau hin. www.jahnsverlag.de Helge Max Jahns
Die Kapitel des Vortrags:
 
Begrüßung
Sein oder Nicht Sein
Gliederung/Agenda
Grundbegriffe
Identität - Definition
Entwicklung von Ich-Bewusstsein
Ich ist eine Sonderfunktion der menschlichen Psyche
Entwicklung von Ich-Bewusstsein 2, Verhältnis zur Mutter
Symbiotische und Autonomie Bedürfnisse
Gesunde Identität: Ich = Ich
Identifikationen: Ich = Du, Ich = Wir
Identifikationen, weitere Möglichkeiten
Zuschreibungen, Du=Ich, Du=Wir
Was macht Psychotraumata mit unserer Identität? Einführung
Traumabiographie (Mögliche)
Trauma der Identität
Spaltung der Identität nach einem Trauma, plus email,
Überlebensstrategien 1 bis 4
Identitätsorientierte Psychotraumatherapie (IoPT)
Merkmale eines gesunden Ichs
 
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© Helge Max Jahns 2008-2017
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